PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Betreuungseinrichtungen


Keule
05.01.2010, 12:55
Hallo,
in der Hoffnung, dass sich Deimos doch noch einmal überlegt weiterzumachen und mit der Bitte an alle, sich hier einmal nicht zu beschimpfen, möchte ich euch auffordern eure Meinungen zum Thema zu schreiben. Benötigen wir Kinderbetreuungseinrichtungen? Wenn ja, ab welchem Lebensalter und von wann bis wann (Uhrzeit). Sollten die Betreuungseinrichtungen kostenlos oder kostenpflichtig sein? Was haltet ihr von Ganztagsschulen? Als Grundlage für die Disskussion stelle ich eine Meldung (von Eva Herman) rein, die mich gerade durch den Kopp-Verlag erreicht hat.
MfG Keule

Ist Gott altmodisch, Margot Käßmann?
Eva Herman
Ein turbulentes 2009 ging zu Ende, viele Menschen winkten ab und sind froh, dass nun ein Neues Jahr mit neuen Chancen angebrochen ist.
Man hätte sich wirklich wünschen können, dass wenigstens die letzten Tage einigermaßen ruhig verlaufen mochten, doch weit gefehlt. Im Ausland war die Hölle los, von Iran bis Pakistan, von Irak, Athen, Afghanistan, USA und Jemen herrsch(t)en kriegsähnliche Zustände, wurden und werden Menschenrechte mit Füßen getreten.
Längst nicht so martialisch ging es bei uns zu, nun gut, aus der Schweinegrippe wurde jetzt die Scheingrippe, doch stockt einem der Atem bei der Lektüre des Tagesspiegels am Sonntag, den 26. Dezember 2009. Da heißt es unter anderem:
»Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Margot Käßmann, hat sich gegen das von der schwarz-gelben Koalition beabsichtigte Betreuungsgeld gewandt. ›Immer noch ist unser Betreuungs- und Bildungssystem darauf eingestellt, dass ein Kind um 13.30 Uhr nach Hause kommt, dass jemand gekocht hat und mit ihm Hausaufgaben macht. Dieses Familienbild entspricht nicht mehr der Realität‹«, sagte Käßmann dem Berliner Tagesspiegel am Sonntag. Am bedrückendsten sei »die wachsende Kinderarmut und dass viele Kinder und Jugendliche selbst nicht mehr daran glauben, aus der Armut herauszukommen«. Daher sei die Ganztagsschule wichtig - »viel wichtiger als ein Betreuungsgeld«, ergänzte Käßmann. Ein Betreuungsgeld »könnte eher ein Anreiz für manche Eltern sein, Kinder gerade nicht einer Betreuungseinrichtung anzuvertrauen«.
Im Ernst, genau das steht dort. Und davon scheint die frisch gewählte EKD- Ratsvorsitzende fest überzeugt zu sein, was auch immer diese Einstellung mit dem Amt der christlichen Vorzeigefrau Nummer eins in Deutschland zu tun haben mag.
Wir wissen in diesem Augenblick nicht, welche persönlichen Erfahrungen bei dieser abenteuerlichen Einschätzung der EKD-Ratsvorsitzenden eine Rolle spielen mögen, vielleicht hat sie ihre eigene Aussage für immer geprägt, als sie unlängst etwas von sich gab, das so ähnlich klang wie: sie wolle am liebsten 24 Stunden am Tag Bischöfin sein. Nun kommt ja seit Oktober der EKD-Ratsvorsitz noch dazu, da hat sie dann wirklich allerhand um die Ohren und ist vielleicht deswegen sogar ganz froh, wenn ihre vier Kinder weit weg von anderen Leuten betreut werden und ihr nicht mehr ins Gehege kommen können, ebenso wenig der Gatte, den sie hatte.
Auf jeden Fall scheint Margot Käßmann der festen Ansicht zu sein, dass Kinder, die mittags aus der Schule kommen, kein Mittagessen mehr brauchen und auch niemanden an der Seite benötigen, der sich mit ihnen beschäftigt und sich gemeinsam mit ihnen um die Schularbeiten kümmert.
Nein, ganz anders: Die Gören sollen erst gar nicht nach Hause kommen, sondern sie sollen schnell viel lernen, damit sie später ganz schlau und gebildet sind. Sie sollen also möglichst hübsch fremdbetreut werden, am liebsten gar auch 24 Stunden? Sie sollen ihre Nachmittage bei Fremden in Fremdeinrichtungen verbringen, ohne persönliche Rückzugsgebiete, ohne private Nischen, ohne das eigene Zimmer, ohne das Bett, auf das sie sich mal werfen können, ohne ihre Geschwister, ohne ihre Freunde, ohne ihre Haustiere, ohne ihre Fahrräder und Gärten, ohne individuelle und familiäre Angebote und Verbindungen. Kinder gehören nicht ins, nein, sie gehören aus dem Haus! Am liebsten 24 Stunden? Damit Mutti auch 24 Stunden lang arbeiten und Geld verdienen kann? Und wenn Mutti doch einmal abends nach Hause kommen sollte, hundemüde, Vati auch, die Kinder auch, dann soll in den verbleibenden zwei, drei Stunden ein trautes Familienleben entwickelt werden, damit die Kinder Urvertrauen und Selbstbewusstsein, menschliche Bindungen und Verantwortungsgefühl für andere Menschen und für das Leben erlernen.
Sehr geehrte Margot Käßmann! Denken Sie, dass Sie mit diesen öffentlichen Aussagen wirklich ein leuchtendes Vorbild für das christliche Verständnis von Familie seien? Ihr persönliches Vorstellungsmuster sieht also in jedem Fall die Fremdbetreuung vor, weil dies jetzt modern ist? Sie sagten wörtlich: »Dieses Familienbild entspricht nicht mehr der Realität!« Wirklich nicht? Wer sagt das denn? Die Feministinnen, ja, ja, aber die haben doch meistens gar keine Kinder, sie haben von Familie genau sowenig eine Ahnung wie vom Abwaschen. Haben sich etwa die Bedürfnisse aller Kinder im Land mit einem Schlag geändert? Oder wessen Bedürfnisse? Die der Frauen, die am liebsten 24 Stunden im Job sein wollen? Außer Ihnen, sehr geehrte Frau Käßmann, kenne ich niemanden, der freiwillig so viel arbeiten möchte. Viele Frauen müssen in die Erwerbstätigkeit, weil das Geld nicht reicht, eben weil auch nur vom Staat finanziell gefördert wird, wer nicht zuhause bleibt. Ist alles modern!
Und Sie werfen bei Ihrer Forderung und dem Entwurf eines neuen Familienbildes auch noch ohne Not das geplante Betreuungsgeld für Kleinkinder, welches maximal bis zum dritten Lebensjahr bezahlt wird, aber auch frühestens eventuell für 2013 beschlossen sein soll, und eventuell ja auch nur in Form von Gutscheinen ausgegeben werden soll, weil die Muttis und Vatis sonst das viele Geld versaufen könnten, Sie werfen also diese 150 Euro Betreuungsgeld für Kleinkinder mit der Fremdbetreuung für Schülerinnen und Schüler, die bis zu ihrem 18., 19. Lebensjahr zur Schule gehen, in ein und denselben verrosteten und wirklich langsam ausgeleierten Feminismuspott? Ich wäre Ihnen für eine logische Aufschlüsselung hinsichtlich dieser merkwürdigen Vermischung dankbar.
Sehr geehrte Frau Käßmann, um ehrlich zu sein, ich verstehe Sie nicht mehr. Können Sie sich noch daran erinnern, als wir beide vor wenigen Jahren in Ihrer schönen Marktkirche im niedersächsischen Hannover gemeinsam das Reformationsfest und auch das Pfingstfest gestalteten und Sie damals über den Heiligen Geist sprachen? Es waren sehr eindrucksvolle Veranstaltungen und ich erinnere mich ausgesprochen gerne daran. Denn damals hatte ich Hoffnung! Hoffnung für dieses Land, Hoffnung für die kleinen Kinder und Hoffnung für die Mütter. Da stand eine Frau von uns, Sie, nämlich Sie, Frau Käßmann, eine Mutter von vier Kindern, eine Ehefrau, eine Familienmanagerin, mit weiblichen Gefühlen und Empfindungen, fernab von Ihrem 24-Stunden-Job als Bischöfin. Sie sahen schön aus, hatten ein klares, leuchtendes Gesicht und Sie waren ganz weich, Sie sprachen über die Liebe, über das menschliche Miteinander, über Wärme, und sie sprachen, wie schon erwähnt, vom Heiligen Geist. Fast war es mir damals, als sei er direkt über uns gewesen, der Heilige Geist, der ja Gottes Willen darstellt und die ewige Wahrheit.
Natürlich kennen Sie die Bibel, Frau Käßmann, viel besser als ich, denn Sie haben ja mehr oder weniger 24 Stunden am Tag mit ihr zu tun. Doch haben Sie die vielen Verse und sogar die Gebote über die Frau, den Mann und die Kinder wirklich aufmerksam gelesen? Über die Aufgaben, die Gott uns Menschen übertrug? Es stimmt schon, die Bibel ist bereits ziemlich alt, und das Rad der Geschichte hat sich weiter gedreht. Die Zeiten sind jetzt anders, viel moderner, globalisierter, feminisierter und genderisierter. Aber glauben Sie wirklich, dass Gott seine ehernen Schöpfungsgesetze deswegen verändert hat, anpasste an uns kleine, moderne Erdkrustenwürmer?
Schauen Sie sich um, Frau Käßmann: Hätte unser Schöpfer wirklich einen einzigen Grund, sich an uns zu orientieren, die wir jenes erschreckende Menschengesamtwerk schufen von Krieg, Terror, Gewalt, Lieblosigkeit und seit neuestem einer beängstigenden Geschlechterneutralisierung, die Sie ihn, den urewigen Gott, bereits als »Schwester« bezeichnen ließen? Nein, Frau Käßmann, das können Sie nicht wirklich glauben. Dies würde ja auch bedeuten, dass er, unser Allmächtiger Vater im Himmel, fehlbar wäre. Halten Sie als EKD-Ratsvorsitzende das echt für möglich?
Als ich Sie damals in Hannover erlebte, wäre eine solche Veränderung für mich nicht denkbar gewesen. Nun ja, inzwischen ist viel passiert, ich weiß. Sie sind EKD-Ratsvorsitzende geworden, und ich bin beim NDR rausgeflogen. Unsere Wege gingen diametral auseinander. Vielleicht würden wir zwei immer noch gemeinsame Andachten in Hannover feiern, wenn ich mich damals nicht öffentlich für die Bedürfnisse von Kleinkindern und gegen Gender Mainstreaming ausgesprochen hätte. Wer das tut, der wird nämlich mit der Nazikeule verfolgt und manchmal wird er auch totgeschlagen. Keine Sorge, ich lebe noch, und heute beweisen über ein Dutzend Gerichtsurteile, dass ich zu keinem Zeitpunkt diese angebliche Äußerung tätigte, sondern das Gegenteil der Fall war. Aber sei es drum: Mir geht nämlich jetzt plötzlich ein völlig wahnwitziger Gedanke durch den Kopf: Wäre es möglich, dass auch Sie gefährdet wären, wenn sie sich öffentlich für die natürliche Bindung von Mutter und Kind aussprechen würden? Sie, als EKD-Ratsvorsitzende und 24-Stunden-Bischöfin? Bisher dachte ich immer, dass nur blonde Moderatorinnen unter die Räder kommen, wenn sie sich zu laut als Kinderanwalt einsetzten. Aber Sie, Frau Käßmann, wie steht es mit Ihnen? Wer könnte einer mächtigen Frau, die fast direkt nach der Kanzlerin kommt, denn etwas anhaben? Oder ist das alles am Ende doch wirklich Ihre eigene, Ihre persönliche Meinung?
Haben Sie sich, sehr geehrte Frau Käßmann, eigentlich jemals mit einem Bindungsforscher oder mit einem Kinderpsychologen über die Ursachen von Aggression und Gewalt, Adipositas, Bulimie, Todessehnsucht, Komasaufen etc. unterhalten? Wie viele Gespräche haben Sie mit Lehrern geführt, die keinen Rat mehr für unsere bindungslosen, verirrten, jungen Menschen wissen? Sind Sie sich der immensen Verantwortung bewusst, die Sie, Frau Käßmann, mit Ihrer öffentlichen Position übernommen haben? Ihr Wort gilt etwas! Es bedeutet den Menschen viel! Sie werden ernstgenommen, und jetzt, seit Sie EKD-Ratsvorsitzende Deutschlands geworden sind, gehören Sie mit zu den einflussreichsten Personen dieses Landes. Sie sind für die Menschen, die evangelisch getauft sind, vergleichbar mit dem Papst für die Katholiken, sie vertreten den Schöpfer in Deutschland! Haben Sie einmal gehört, was Ihr katholischer Kollege, der Papst, zu diesem Thema sagt?
Frau Käßmann, glauben Sie wirklich, dass unser Schöpfer Kinderkrippen und Ganztagsschulen für unsere Kinder vorgesehen hat? Oder sind Sie der Meinung, dass Gott altmodisch ist, weil er eben keine Krippen und keine Ganztagsschule eingerichtet hat, sondern als natürliche Bezugspersonen für jedes Kleinkind und Baby dieser Erde, bei Mensch und nahezu jedem Tier gleichermaßen, die Mutter an erster Stelle und dann auch gleich den Vater und das übrige Rudel, sprich, die Familie, dachte? Tierkinder werden übrigens in der Fremdbetreuung, also dem Fremdrudel, in den allermeisten Fällen aufgefressen, dort meint es niemand wirklich gut mit den Kleinen.
Und haben Sie eigentlich schon gehört, dass 95 Prozent aller Krippenbetreuerinnen in Deutschland ihr eigenes Kind NIEMALS in die Fremdbetreuung geben würden?
Wissen Sie übrigens, welche Worte zu diesem Thema von Jesu Christi im Matthäus-Evangelium zu finden sind? Ja, natürlich wissen Sie es, Sie sind schließlich die EKD-Ratsvorsitzende Deutschlands! Ich möchte mit den Worten des Gottessohnes schließen und an Ihr Herz, liebe Frau Käßmann, und an Ihren lebendigen Geist appellieren, denn ich wünsche mir aus meinem tiefsten Herzen, dass es gelinge möge, die Empfindung, die Nächstenliebe und die Barmherzigkeit weit über das Goldene Kalb des Materialismus und der Globalisierung zu stellen und wirken zu lassen, wenigstens so lange es um das Christentum geht, welches doch den Willen Gottes als alleroberstes Gebot betrachtet, oder?

»Wer aber einem von diesen Kleinen,
die an mich glauben,
Ärgernis gibt,
dem wäre es besser,
wenn ihm ein Mühlstein an den Hals gehängt
und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde.«
Matthäus-Evangelium, Kapitel 18, Vers 6

Herzliche Grüße und ein gesundes Neues Jahr!
Eva Herman

Stolzdeutscher
05.01.2010, 14:05
Interessanter Beitrag,Keule ,nur kann ich dazu nichts mehr sagen,da meine Kinder erwachsen sind!
Nur soviel:Das beste für das Kind ist immer,wenn es bei der Mutter aufwächst!
Meine Kinder jedenfalls haben keine Kinderkrippe gesehen,und den Kindergarten hatten wir mit den Nachbarskindern auf dem eigenen Grundstück!:party:

woelfchen84
05.01.2010, 14:13
Wenn eine Frau ein Kind bekommt , sollte der nationalsozialistische Staat der Mutter eine finanzielle Unabhängigkeit garantieren, damit die Mutter die ersten 10 Jahre im Leben des Kindes nicht arbeiten muß und sich ganz der Betreuung witmen kann.
Das ist die traditionelle Rolle der Frau und Mutter und im Jahre 2010 immer noch aktuell.

Hexe Paula
05.01.2010, 15:21
hm.....

a. also ich gehe grundsätzlich gerne arbeiten, auch wenn ich ne Mutti von 2 Kindern bin! Mal was anderes sehen als nur Kinderzimmer und Küche, sich mit anderen Menschen austauschen wo es nicht nur ums zahnen, sauberwerden und Nahrungsunverträglichkeit geht :)

b. ich habe gerne mein eigenes Geld in der Tasche :D

c. halte ich es für wichtig, dass Kinder die Gemeinschaft lernen. Wenn eine Frau mit 5-8 Kindern zu Hause ist, mag das noch mal ein anderes Thema sein. Aber wenn eine Frau nur 1 oder 2 Kinder hat, finde ich Kindergarten, Förder- und Sportvereine notwendig. Zumal viele der Eltern heute ihren Sprösslingen überhaupt nicht mehr beistehen können, was die schulischen Anforderungen angeht.

d. viele Mütter sind heutzutage komplett überfordert, man stelle sich vor diese Zwerge auch noch daheim zu lassen.... Die wenigsten können ihren Kindern vermitteln, was wirklich wichtig ist.... oder warum gibt es soviele Jugendlichen die noch keine 18 sind, aber schon mit einem dicken Bauch durch die Gegend wandern?

Fakt und unter dem Strich: ich finde den Kindergarten wichtig. Wenn ich könnte, würde ich vielleicht auch länger als geplant zu Hause bleiben, aber es geht nicht. Auf der anderen Seite freue ich mich bald wieder arbeiten zu gehen....denn:
geht es mir/ uns gut, geht es unseren Kinder gut!

:amen:

Keule
05.01.2010, 15:39
Interessanter Beitrag,Keule ,nur kann ich dazu nichts mehr sagen,da meine Kinder erwachsen sind!
Nur soviel:Das beste für das Kind ist immer,wenn es bei der Mutter aufwächst!
Meine Kinder jedenfalls haben keine Kinderkrippe gesehen,und den Kindergarten hatten wir mit den Nachbarskindern auf dem eigenen Grundstück!:party:

Hallo SD, hallo Wölfchen, hallo liebes Forum
ob es wirklich immer das Beste für das Kind ist, bei der Mutter aufzuwachsen, wage ich aufgrund eigener Erfahrungen zu bezweifeln. Ich behaupte aber, das es für's Kind das Beste ist, wenn es beide Eltern hat.
Mein ,,Bengel" ist vor wenigen Tagen 18 geworden. Da denkt man natürlich auch zurück, da kam der Beitrag von Eva Herman gerade richtig. Also zum Thema. Ich persönlich halte es für wichtig, dass eines der Elternteile, auch abwechselnd, sich die ersten 3 Jahre um das Kind kümmert. Danach halte ich die Unterbringung in einem Kindergarten für sinnvoll, da sich auch Kinder kindesgerecht entwickeln sollen. Das Spielen mit Gleichaltrigen und das Ein- und Unterordnen kann hier schon ,,trainiert" werden. Die ersten Bildungsstunden könnten hier schon spielerisch eingeflochten werden, zB. Fremdsprachen. Selbstverständlich sollte es für Deutsche kostenlos sein.
Der Kindergarten sollte bis max 16:00Uhr arbeiten. Bleibt doch somit auch Zeit für die Familie.
Zur Schule: Hier bin ich dafür wieder den Sonnabend als Schultag einzuführen, im Gegenzug aber die tägliche Stundenanzahl zu verkürzen. Die Lehrer bekommen wieder neben dem Bildungsauftrag auch einen Erziehungsauftrag. Sie arbeiten mit den Eltern, dem Jugendamt und dem Schulpsychologen zusammen, um negativen Tendenzen beizeiten gegenzusteuern. Für drei bis fünf Schulen gibt es einen Schulpsychologen, der auch das letzte Wort bei der weiteren Schulentwicklung fällt. Damit sollten Talente frühzeitig gefördert werden und der Rest nicht etwa abgeschoben, sondern eben nach ihren Möglichkeiten Wissen erhalten. Das 3 Schulensystem allerdings halte ich für disskusionswürdig. Bildung ist für mich keinesfalls Ländersache.
Das wärs erst einmal von mir.
Gruß Keule

Stolzdeutscher
05.01.2010, 16:23
Hallo SD, hallo Wölfchen, hallo liebes Forum
ob es wirklich immer das Beste für das Kind ist, bei der Mutter aufzuwachsen, wage ich aufgrund eigener Erfahrungen zu bezweifeln. Ich behaupte aber, das es für's Kind das Beste ist, wenn es beide Eltern hat.
Mein ,,Bengel" ist vor wenigen Tagen 18 geworden. Da denkt man natürlich auch zurück, da kam der Beitrag von Eva Herman gerade richtig. Also zum Thema. Ich persönlich halte es für wichtig, dass eines der Elternteile, auch abwechselnd, sich die ersten 3 Jahre um das Kind kümmert. Danach halte ich die Unterbringung in einem Kindergarten für sinnvoll, da sich auch Kinder kindesgerecht entwickeln sollen. Das Spielen mit Gleichaltrigen und das Ein- und Unterordnen kann hier schon ,,trainiert" werden. Die ersten Bildungsstunden könnten hier schon spielerisch eingeflochten werden, zB. Fremdsprachen. Selbstverständlich sollte es für Deutsche kostenlos sein.
Der Kindergarten sollte bis max 16:00Uhr arbeiten. Bleibt doch somit auch Zeit für die Familie.
Zur Schule: Hier bin ich dafür wieder den Sonnabend als Schultag einzuführen, im Gegenzug aber die tägliche Stundenanzahl zu verkürzen. Die Lehrer bekommen wieder neben dem Bildungsauftrag auch einen Erziehungsauftrag. Sie arbeiten mit den Eltern, dem Jugendamt und dem Schulpsychologen zusammen, um negativen Tendenzen beizeiten gegenzusteuern. Für drei bis fünf Schulen gibt es einen Schulpsychologen, der auch das letzte Wort bei der weiteren Schulentwicklung fällt. Damit sollten Talente frühzeitig gefördert werden und der Rest nicht etwa abgeschoben, sondern eben nach ihren Möglichkeiten Wissen erhalten. Das 3 Schulensystem allerdings halte ich für disskusionswürdig. Bildung ist für mich keinesfalls Ländersache.
Das wärs erst einmal von mir.
Gruß Keule

Wenn das Kind in einer kinderreichen Gegend aufwächst ist m.E.der Kindergarten nicht nötig!
Wächst es ohne Spielkameraden auf,ist der Kindergarten zur Sozialisierung des Kindes zwingend notwendig!
Ansonsten bin ich mit dir einer Meinung!

Frija
05.01.2010, 17:13
Mein Erst Geborener war in keiner Kindertagesstätte, war auch nicht nötig, da er in Spanien aufgewachsen ist und dort die Schulpflicht viel eher beginnt als hier in Deutschland. Außerdem hatte er schon im Kleinstalter sehr viele Freunde und hatte daher auch genügend soziale Kontakte zu anderen Kindern.
Mehr oder weniger war leider auch die Erziehung und Bildung wärend meiner Arbeitszeit, die täglich zwischen 12 und 14 Stunden in einer 7 Tage Woche betrug, was nicht immer sehr einfach war, aber dennoch sehr gut gelungen ist.

Meine mittlere Tochter wurde hier geboren, ging jedoch auch in keiner Tagesstätte. Sie ist anderen gegenüber sehr aufgeschlossen und hatte ebenfalls genügend soziale Kontakte mit anderen Kindern ihres alters, da wir immer sehr aktiv waren und ich teils nachts gearbeitet hatte.

Mein Kleinster geht seid seinem 4. Lebensjahr in eine Kita und meine Gefühle dazu sind geteilt. Mein Sohn war schon immer sehr ruhig und wollte am liebsten mit sich alleine sein. Da er nach einem Aufenthalt in der Intensivstation als Kleinkind teils autistisch wirkte, nicht redete aber sehr selbständig war und unbedingt soziale Kontakte benötigte, um sich nicht vollends abzuschotten, entschloss ich mich aufgrund ärztlicher Ratschläge zu einer Kita.

Alles hat natürlich Vor- und Nachteile, zudem man ja auch irgendwie sein Geld verdienen muss und schon deswegen beinahe gezwungen ist, einen guten Platz für sein Kind zur Obhut bekommen. Außerdem ist der soziale Kontakt nicht nur für Kinder wichtig, sondern auch für uns Erwachsene.

Kindereinrichtungen sollten unbedingt kostenlos sein, zudem jedes Kind einen Anspruch darauf haben sollte. Erzieher sollten mehr Erziehungsfunktionen haben was Bildung ect. der Kinder betrifft. Leider sind die meisten Kitas unter besetzt, da viel zu viele Kinder auf zu wenig Erzieher kommen und dies meist nicht möglich ist. Die Entscheidung sollte aber bei den Eltern bleiben, ob sie ihr Kind nun in Obhut geben wollen oder nicht.

Hexe Paula
05.01.2010, 18:18
...Ich persönlich halte es für wichtig, dass eines der Elternteile, auch abwechselnd, sich die ersten 3 Jahre um das Kind kümmert..

jupp - so hatten wir das gehalten und mein Mann blieb ebenfalls 1 Jahr als Elternzeit bei unserem Großen zu Hause! Hat ihm (nach dem er vom Arbeitgeber auf die "rote" Liste gesetzt wurde), zu einem späteren Zeitpunkt den Job gekostet! Herzlichen Glückwunsch :(

Keule
05.01.2010, 18:54
jupp - so hatten wir das gehalten und mein Mann blieb ebenfalls 1 Jahr als Elternzeit bei unserem Großen zu Hause! Hat ihm (nach dem er vom Arbeitgeber auf die "rote" Liste gesetzt wurde), zu einem späteren Zeitpunkt den Job gekostet! Herzlichen Glückwunsch :(

Tut mir leid Hexe,
hier muss der Gesetzgeber gegensteuern. Aus großer wirtschaftlicher Kraft sollte große soziale Verantwortung erfolgen, doch dies ist bei den Arbeitgebern nicht angekommen. Wenn dieser Staat seine Grenzen einfach aufgibt, lässt sich eine soziale Marktwirtschaft, nicht halten. Gilt doch international gesehen eher das Gesetz, je mehr Kohle du machen willst, desto weniger Moral kannst du dir leisten! Ich danke dir auf jeden Fall für deine Einlassungen auf das Thema.
Gruß Keule